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Was ist Speckstein ?


 

Allgemeines

Der Begriff Speckstein ist selbsterklärend, weil das Gestein einen fettigen Glanz ähnlich dem von Speck zeigt und sich auch so rutschig anfühlt. Die Deutungen auf der Grundlage einiger fremdsprachiger Bezeichnungen und jener in der südlichen Schweiz gebräuchlichen Form Lavez oderLavetzstein oder Lavezzstein sind komplex.

Landschaftlich (vor allem in der Schweiz und im Veltlin) ist die Bezeichnung Lavezstein üblich, zum älteren italienischen lavezzo bzw. laveggio ‚Topf ‘. [3]Eine mittelalterliche Bezeichnung für diesen Stein lautete Talcus.

Die West- und Südalpen sind ein traditionelles Abbaugebiet für Speckstein. Ein bedeutendes Zentrum war das Val Lavizzara im nördlichen Tessin. Der Begriff Lavetzstein, der heute nur regional auftritt, steht mit dem Namen des Tals bzw. dieser Landschaft in Verbindung. In diesem Tal ist ein Familienname Lavizzari belegt. [4] In diesem Zusammenhang ist überliefert: "...und in dieser Felskette sind die Berge di Lavezzi, die also genannt werden, weil in denselben der Lavezzstein oder Topfstein gegraben wird." (1760) und "...Das Thal Lavizzara ... Seinen Namen hat es von den Lavezzi oder aus gewissen Steinen gedrechselten Häfen und Küchengeschirren." (1766) [5]

Im Latein steht das Wort lavātiō (-ōnis) für Waschen, Baden, Bad und Badewasser und lăvō für die Verben baden und waschen. Heute wird in der Schweiz (auch von Deutschschweizern, dial. und hochsprachl.) für Waschbecken der Begriff Lavabo (frz. le lavabo, dt. das Lavabo) verwendet. Im Italienischen steht lavare für waschen, und lavello für Spülbecken/ Waschbecken und für die Person des Wäschers der Begriff lavatore. Die lateinischen Worte lǎbrǔm und lǎvābrǔm bedeuten Becken, Wanne, Badewanne. Der römische Wasserkessel heißt labra. [6] Durch Lautverschiebung wurde aus „b“ das „v“.

Einige etymologische Wörterbücher bringen allerdings den Begriff Lavetz mit Topfstein in Zusammenhang, ohne eine schlüssige und wissenschaftlich sicher belegte Herleitung aus der Sprachforschung zu geben.

Unter anderem findet sich der literarische Hinweis "Es gibt auch „Tonerden“, die früher als „Walkerden“ bezeichnet wurden, weil sie zum Walken (Entfetten) von Wolle verwendet wurden

Vorkommen

Bedeutende Vorkommen finden sich in Ägypten, in der Region um den Viktoriasee z.B. im Distrikt Kisii, Südafrika, Brasilien, China, Frankreich, Finnland (besonders in der Gegend um Nunnanlahti), Indien, Italien, Kanada, Norwegen, Österreich (größte Talk-Lagerstätte Mitteleuropas), Russland, Schweiz, der Ukraine. In Deutschland wurde Speckstein bis vor wenigen Jahren in der Johanneszeche in Göpfersgrün bei Wunsiedel in Oberfranken abgebaut. Der Betrieb war auch für seine Vorkommen seltener Speckstein/Quarz-Pseudomorphosen bekannt. [17] Der zum Ofenbau genutzte Speckstein wird hauptsächlich in Finnland und Brasilien abgebaut.

Viele Lagerstätten in den südlichen Alpenregionen wurden in den vergangenen Jahrhunderten für den traditionellen Ofenbau und die Topfherstellung ausgebeutet. Manchmal musste die Gewinnung unter abenteuerlichen Umständen an gefährlichen Hängen oder in riskant abgesicherten kleinen Stollen bewerkstelligt werden. Zahlreiche kleine Lagerstätten sind völlig erschöpft oder kaum noch auffindbar. Nur wenige Vorkommen sind noch aktiv.

Farben

Die häufigsten Farben sind weiß, violett, rosa, grün, grau, schwarz, braun und blau, allerdings kommen diese in vielen Abstufungen vor und können nicht immer klar einer Farbe zugewiesen werden. Zudem gibt es mehrfarbig marmorierte Sorten, die manchmal härtere Einschlüsse haben und sich deshalb nicht immer zur maschinellen oder manuellen Bearbeitung eignen.

Mehrfarbig marmorierte Sorten sind häufig ferromagnetisch, wobei deutliche Intensitätsunterschiede innerhalb eines Steins vorkommen können. Besonders härtere Einschlüsse zeigen einen deutlichen Magnetismus, der auch eine Kompassnadel beeinflussen kann.


 

Gefahren

In Speckstein können Asbestfasern enthalten sein. Im Allgemeinen sind Talklagerstätten karbonatischer Herkunft asbestfrei. Serpentinitische Lagerstätten könnten Asbest beinhalten, diese werden aber weltweit nicht mehr abgebaut. Da eingeatmete Asbest-Fasern u.a. Lungentumore verursachen können, sollte zum plastischen Gestalten nur Speckstein verwendet werden, für den ein nachvollziehbarer und dokumentierter Herkunftsnachweis erbracht wurde. Bei Verwendung in Industrieprodukten sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen vor Verwendung erforderlich. Speckstein, in dem Asbest enthalten ist, ist aber auch nur dann gesundheitsschädlich, wenn der Asbest z.B. durch Bearbeitung freigesetzt wird.

Quelle: Wikipedia .

Mein Lieferant achtet immer Gemäß dem Laborgutachten nach TRGS 517: In den Materialproben konnte kein Asbest nachgewiesen werden.

 


 

Der Weiche

 

 

Doppel-Finger

 

 

 

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